Biografie Christian Thomé (lang)
Christian Thomé
Biografie
Christian Thomé, geboren 1970 in Düsseldorf, lebt seit 1997 in Köln. Er arbeitet als Schlagzeuger, Komponist, Arrangeur, Produzent und Pädagoge. Von 1991-97 studierte er Jazz- und Popschlagzeug an der Hogeschool voor de Kunsten in Arnhem, Niederlande.
Zentrum seiner Arbeit ist die stetige Weiterentwicklung seines unkonventionellen, facettenreichen und klangfarbenreichen Schlagzeugspiels. Zitat: “[...] Feinsinnig begleitet von Christian Thomé, geradezu ein Genie im Einsatz filigraner, oft elektronisch veredelter Klangtupfer.“ (Sven Thielmann, WAZ, 26.01.2010).
Sein bisheriges Schaffen hat ihn in die verschiedensten musikalischen Stilarten geführt. Die Projekte erstrecken sich von zeitgenössischem Jazz über Weltmusik, experimentelle Elektronik und Popmusik bis hin zur Klassik. In seinem Septett „tomatic 7“ betätigt er sich als Komponist und Arrangeur im Modern Jazz Bereich, in der elektro-akustischen Musik sind sein Trio "Radio Köber" und das Kollektiv "Arnie Bolden" angesiedelt, hier wird das Drumset um Rechner und Elektronik erweitert, als neues Projekt ist ein Duo mit Gesang in Planung, sowie ein Soloprogramm. Außerdem schreibt und produziert Christian Thomé schon länger an einem pop-orientierten Projekt, für das er sich regelmäßig Musiker in sein Studio einlädt.
Als Sideman spielt Christian Thomé mit den Großen der nationalen Jazzszene, wie z.B. Hans Lüdemann, Dieter Manderscheid, John Goldsby, Till Brönner, genauso wie mit der jungen Generation um Pablo Held und Robert Landfermann im Kölner Raum, als auch mit Sven Decker und John-Dennis Renken aus dem Ruhrgebiet. Er erforscht das Feld frei improvisierter Musik als festes Mitglied im Multiple Joyce Orchestra unter der Leitung von Frank Gratkowski, Carl Ludwig Hübsch und Matthias Schubert und auf elektronischem Felde erweitert um das Laptop bei Nanoschlaf, der Hausband des Festivals Frischzelle, einer intermedialen Performancereihe, initiiert von Matthias Muche und Sven Hahne. Er ist Teil des Trios Lichtblick von Markus Stockhausen, mit Angelo Comisso am Klavier, in dem die Grenzen zwischen klassischer Tradition und improvisierter, intuitiver Musik ausgelotet werden. Das weite Feld experimenteller Popmusik deckt er als wichtiger Spieler und Arrangeur der Band Lühning ab, aber auch im Bereich Singer-Songwriter/Elektronika in dem Trio Alony, der Berliner Sängerin Efrat Alony, oder mit Niobe, die schon lange internationale Aufmerksamkeit erhält für ihre CDs auf Tomlab und Sonic. Außerdem spielte Christian Thomé auch zusammen mit großen Orchestern wie den Wuppertaler Symphonikern, oder dem Philharmonischen Orchester von Triest (It), aber auch in kleinerem Rahmen, z.B. mit Moritz Eggert oder dem Auryn Streich Quartet. Er war auf Nahost Tournee für das Goethe Institut mit dem Weltmusik Ensemble Schäl Sick Brass Band und hat auf vielen Festivals im In- und Ausland gespielt.
Christian Thomé ist Lehrbeauftragter für Jazzschlagzeug, Jazzensemble und Fachdidaktik am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück, darüber hinaus ist er pädagogisch als Privat- und Musikschullehrer tätig. Seit kurzem hat er damit begonnen Lehrvideos und dazu gehöriges Notenmaterial zu erarbeiten, um seine Ideen und Erfahrungen einem internationaleren Kreis von Schlagzeugern präsentieren zu können. Er ist außerdem aktiv als Entwickler neuer Ideen für das Schlagzeug, von neuen Schlegeln und Klangerzeugern bis hin zu Transportoptimierungen.
Christian Thomé spielte mit Marcos Baggiani, Michiel Braam, Matthias Bergmann, Tiziana Bertoncini, Susanne Blumenthal-EOS, Miguel Boelens, Till Brönner, Joost Buis, Guillermo Celano, Frank Chastenier, Wilbert de Joode, Jorrit Dijkstra, Gerd Dudek, Moritz Eggert, Tilman Ehrhorn, Peter Fessler, Scott Fields, Xaver Fischer, Elisabeth Fügemann, Sebastian Gille, Michel Godard, John Goldsby, Frank Gratkowski, Pablo Held, Paul Heller, Sebastian Hess, Michael Heupel, Tobias Hoffmann, Carl Ludwig Hübsch, Leo Huhn, Xavier Infante, Gerri Jäger, Achim Kaufmann, Hartmut Kracht, Mazen Kerbaj, Niels Klein, Omer Klein, Tobias Klein, Frank Köllges, Frederik Köster, Lee Konitz, Peter Kowald, Anne Laberge, Robert Landfermann, Christoph Lauer, Thomas Lehn, Gijs Levelt, Hans Lüdemann, Wiro Mahieu, Dieter Manderscheid, Michael Moore, Matthias Muche, Angelika Niescier, Dion Nijland, Matthias Novak, Hubert Nuss, Guillaume Orti, Nils Ostendorf, Evan Parker, Kathrin Pechlof, Melvyn Poore, Claudio Puntin, Stefan Rademacher, Christian Reiner, Dirk Rothbrust, Pascal Rousseau, Vincent Royer, Georg Ruby, Céline Rudolph, Joachim Schönecker, Norbert Scholly, Matthias Schubert, Ramesh Shotham, Henning Sieverts, Hendrik Soll, Josef Suchy, Radek Stawartz, Steve Swallow, Michael Thieke, Nicolao Valiensi, Claudius Valk, Oene van Geel, Frans Vermeersen, Robert Jan Vermeulen, Willem von Hombracht, Ike Willis, Reiner Winterschladen, Nils Wogram, Dhafer Youssef u.v.m.
Sideman Projekte:
Alony
Efrat Alony-vocals / Mark Reinke-piano+keys / Christian Thomé-drums+elec
The Bliss
Katrin Scherer-alt-sax, fl., komp. / John-Dennis Renken-trp. / Sven Decker-ten-sax., klar., bs-klar. / Andreas Wahl-git. / Sebastian Räther-bass / Christian Thomé-drums
Stephan Mattner Syntax
Stephan Mattner-reeds / Jürgen Friedrich-piano / Alex Morsey-bass / Christian Thomé-drums
Lichtblick Trio
Markus Stockhausen / trumpet, Angelo Comisso / piano, Christian Thomé / dr
Lip Lab Trio
Thomas Heberer / tp, Carl-Ludwig Hübsch / tuba, Christian Thomé / dr
Lühning
Inga Lühning / vocals, Mario Mammone / git, Helmuth Fass / bass, Christian Thomé / drums
Mad Michel
Rudi Mahall / bcl, Matthias Schubert / sx, Sebastian Gramss / bs, Christian Thomé / dr
Nanoschlaf
Matthias Muche / Posaune, Sven Hahne / Laptop, Philip Zoubek / prep. piano, Christian Thomé-drums+elec
Niobe
Yvonne Cornelius / voice, Marc Matter / turntables, Christian Thomé-drums+elec
Ulla Oster „When we are kings“
Julia Zipprick, Anne Hartkamp, Bernd Kaftan, Stefan Behrisch / voice, Christian Winninghoff / tp, Oliver Maas / piano-fender rhodes, Ulla Oster / bass-comp, Christian Thomé / dr
Ruhrecho
Angelika Niscier-sax / John-Dennis Renken-tp+elec / Hartmut Kracht-bass, Christian Thomé-drums+elec
Pressestimmen:
"[...] Feinsinnig begleitet von Christian Thomé, geradezu ein Genie im Einsatz filigraner, oft elektronisch veredelter Klangtupfer." (Sven Thielmann, WAZ, 26.01.2010)
"[...] sowie Drummer und Soundtüftler Christian Thomé zauberten in Essen in ihrer zarten Kammermusik aus akustischen und elektronischen Zutaten gefangen nehmende Klangbilder, die so ganz anders klingen als der jazzige Mainstream." (Christoph Giese, Recklinghausener Zeitung, 26.01.2010)
"[...] Christian Thomé behandelt die Trommeln wie ein Melodieinstrument, Schlagzeugspiel mit Samples et cetera blitzschnell kombinierend." (Bert Noglik, LVZ 29.Nov.08)
"[...] Christian Thomé zeigt sich am Schlagzeug als fantastischer, farbenreicher Solist [...]"(HNA, 26.05.06. Hartmut Schmidt)
"[...] Thomé, der Mann, der mit dem Beat tanzt, gibt den Rhythmen immer wieder neue Facetten." (MWo, Kölner Stadtanzeiger 01/05)
"[...] Es hat ihm noch nie genügt, nur ein außergewöhnlicher Schlagzeuger zu sein. Christian Thomés wichtigste Eigenschaft bleibt nach wie vor seine stetige Suche nach Grenzbereichen – nicht nur – perkussiver Klanglichkeit und ihre Überführung in konzeptionelles Neuland." (Jazzart 2004 crossing borders)
"[...] Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Schlagzeuger Christian Thomé, der mit präparierter Ausrüstung und fantasievollen Techniken die ganze Zauberwelt der Perkussion in sein Trommelspiel hineinholt." (O. Clausnitzer, Bonner Generalanzeiger 04/04)
"[...] zusammen mit dem Schlagzeuger und filigranen Sound-Bastler Christian Thomé auf eine Reise machte, wie man sie aus "Electric-Miles-Zeiten" gewohnt war." (Hans Jürgen von Osterhausen, Kölner Stadtanzeiger 19.4.2004)
"[...].Christian Thomé, einer der kreativsten Schlagzeuger des Landes, der unter anderem demonstrierte, wie man auch einhändig locker über viele Takte Sechzehntelnoten spielen kann, und der auch mit Geigenbögen, Saugnäpfen und chinesischen Essstäbchen kongenial die Möglichkeiten seiner Ausdrucksformen erweitert." (L. Gropp, Bonner GA 02/04)
"[...]Schlagzeuger Christian Thomé, ein über den Status des Takthalters hinausragender Mitdenker und Mitgestalter. Seine Trommelkunst ist ein vielschichtiges Netzwerk aus Antrieb und Klangschöpfungen[...]." (MWo KSta 3.12.02)
"[...] dem glänzenden Schlagzeuger Christian Thomé, seit langem einer der besten im Lande[...]". (HJvO KSta 12.2.02)
"[...] die vielfältigen klanglichen Einfälle und krummen Taktmuster des unorthodoxen Schlagzeugers Thomé." (CG WR 3.6.02)
"[...]. Interessant, wie er mit verschiedensten Schlagtechniken unterschiedlichste Soundnuancen aus seinen Trommeln herauskitzelt." (kms WZ 11.6.02)
"[...] schabt und kratzt Thomé in der Rolle als Perkussionist alsbald mit kleinen Störgeräuschen
und Zickzack-Haken am harmonischen Lack." (MWo KSta Nov. 02)
"[...] Christian Thomé, dem inzwischen meistbeschäftigten Schlagzeuger der jungen Kölner Szene" (HJvO Jazzpodium 11/01)
"[...] ein Arrangeur, der die Stücke in seine eigene Musikauffassung zu übersetzen und damit neu zu schreiben vermag." (US Handelsblatt 03/00)
"[...] unter der Leitung des außerordentlich begabten Schlagzeugers Christian Thomé. Stilübergreifende Musik, geistreiche Kompositionen und spannende Soli. Vielversprechend!" (E.Jost Jazz Zeitung 03/00)
"Dem Kölner [...] gelingt auf seiner CD eine faszinierende Gratwanderung. Die Musik wirkt manchmal archaisch in Klang und Arrangement, spielt humorvoll mit der europäischen Musiktradition – und ist immer zeitgemäßer, themen- und melodiebewußter Jazz, der umso erfrischender ist, als die Klangexperimente nie Selbstzweck sind, sondern klug gewählte Mittel zur Erweiterung des Ausdrucks." (WZ 04/00)
"Thomé is going places." (Kevin Whitehead 1997)
"Hervorgehoben sei hier Thomés Beckenzauber" (Jazzpodium, 5/2005)
"le drumming subtil et mélodique de Christian Thomé" (citizzenjazz, 2010)
Veröffentlichungen von Christian Thomé
CD tomatic7 "hauptstrom" bei dem Kölner Label Jazzhausmusik (JHM CD 101).
CD "Hotmusic" (2nd Floor Edition).
CD "Lühning" bei dem Kölner Label Jazzhausmusik (JHM CD 111)
CD „Lichtblick – prima, altrove“ im Kölner Label Aktivraum
CD „Es war einmal ... instanti infiniti“ im Kölner Label Aktivraum
