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Licht und Musik ergänzen sich zu einer "Vision"

 
Kritik aus: Kölnische Rundschau, 28. Febr. 2008


Kölnische Rundschau

Licht und Musik ergänzen sich zu einer "Vision" 

Markus Stockhausen und Stefan Poetzsch in St. Maternus

von Karine Waldschmidt

ALTSTADT-SÜD. Licht und Musik im intuitiven Duett: In der Reihe "Klangvisionen" gab der Trompeter Markus Stockhausen ein weiteres Konzert in St. Maternus. Als Mitwirkenden hatte er diesmal den Violinisten Stefan Poetzsch aus Erlangen eingeladen.

Die Musiker traten zum ersten Mal zusammen auf. In schwebenden, oft zögerlich anmutenden und in die Länge gezogenen Klängen begannen sie zu improvisieren, mal gemeinsam, mal einzeln. Anfangs standen sie dabei im zur Bühne umgewandelten, mit einer Großbildleinwand ausgestatteten Altarraum. Dann machte sich Stefan Poetzsch peu à peu "selbstständig" und beschritt musizierend den Seitengang. Markus Stockhausen folgte ihm parallel auf der gegenüberliegenden Seite, bis sie sich im Eingangsbereich trafen und wieder langsam zum Altarraum zurückschritten.

Atemlose Stille herrschte, als die letzten Töne im Kirchenraum verhallten und sich regelrecht in ihre Klangatome aufzulösen schienen, bis nach einer kurzen Pause einer der Musiker erneut zu intonieren anfing. Die farbige Lichtmalerei auf den weißgekalkten Wänden und dem Großbildschirm tat das Ihre, eine sakral-meditative Stimmung aufzubauen: Auf den Mauern wechselte das Licht in sanften Abstufungen von grellem Rot bis fahlem Blau.

Motive wie abstrakte Gemälde

Auf der Leinwand sah man gleichzeitig Bildmotive, die wie abstrakte Gemälde wirkten. Zwischendurch warf die "Kamera" immer wieder die Umrisse der beiden Musiker in der Gegenlichtprojektion als schwarze Scherenschnitte auf die Leinwand. Rolf Zavelberg, zusammen mit Gordon Axmann für die Lichtinszenierung zuständig, erklärte: "Wir proben zwar vorher, aber da geht es dann nur um die technische Übereinstimmung, ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind zum Beispiel. Manchmal fragt mich Markus Stockhausen vor einem Konzert, ob ich ihm für den Abend ein Stichwort geben will, doch meistens brauchen wir noch nicht einmal das."

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