Klangvisionen
Kritik aus: Kölnische Rundschau, 21. Apr. 2005
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Klangvisionen
von Tanja Harder
ALTSTADT. Die Klänge der Trompete durchdrangen sogar die dicken Gemäuer der St. Maternus Kirche. Als man die Kirche am Samstagabend betrat, wurde man direkt von den weichen Klängen umhüllt und in eine tiefe Zufriedenheit versetzt. Trompeter Markus Stockhausen hatte wieder zu einem Konzert der besonderen Art geladen. Seit Februar 2000 veranstaltet Stockhausen innerhalb der Konzertreihe „Klangvisionen“ jeden Monat einen musikalischen Abend, der sich in allem von den üblichen Kirchenkonzerten abhebt. Nicht nur mit seiner Musik beeindruckt Stockhausen, auch die von Rolf Zavelberg konstruierten Lichtinstallationen tun ihr Übriges, um den Zuhörer in eine innere Stille zu führen.
Das Zusammenspiel des Lichtes und den musikalischen Klängen, beeindruckte auch am vergangenen Samstag wieder das zahlreich erschienene Publikum. Die Beliebtheit der Konzertreihe scheint keinen Abbruch zu finden, immerhin wurden seit dem Beginn der Reihe schon 60 Konzerte gespielt. Darunter waren ca. 30 Gastmusiker, die sich in den Klängen ihrer Instrumente mit Stockhausen begegneten. Bis dato waren Musiker wie die irische Sängerin Noirin Ni Riain oder die niederländische Klarinettistin Tara Bouman zu Gast in der St. Maternus Kirche. Auch am Samstag gab es „klangliche“ Verstärkung, Altsaxofonist Heiner Wiberny spielte nach langer Zeit wieder zusammen mit Stockhausen. Beide kennen sich seit 30 Jahren und spielten bereits in den 70er-Jahren zusammen in verschiedenen Bands.
An diesem Abend versuchten sie dem Publikum die „intuitive Musik“, wie Stockhausen sie nennt, näher zu bringen. Das gelang ihnen wahrlich spielerisch. Die St. Maternus Kirche erhallte durch die Trompeten- und Altflötenklänge, wie ein riesiger Klangkörper, der die einzelnen Töne wie eine Welle auf das Publikum übertrug. Durch das improvisatorische Spiel der Musiker, erhielt das Konzert etwas Mystisches. Die gar meditativ anmutenden Klänge von Wibernys Altflöte, brachten trotz des melodiösen Nachhalles des Kirchenschiffes, etwas Ruhiges mit sich.
Zusammen mit dem geheimnisvollen Farbspiel, welches Rolf Zavelberg mit Hilfe von drei Leinwänden entwarf, ergab sich für den Hörer eine gemütliche und entspannte Atmosphäre. Wie Pinselstriche warf Zavelberg die verschiedenen Farbschattierungen auf die Leinwände und ließ zusammen mit den Trompetenklängen, seiner Fantasie freien Lauf. Genauso taten es Stockhausen und Wiberny, mal als Solo, mal als Duett begegneten sie sich in ihrem freien Spiel und harmonierten so mit den geheimnisvollen Farben. (teh)
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Aus dem Projekt Konzertreihe Klangvisionen Köln:
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M. Stockhausen
Rolf Zavelberg
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Tourplan:
M. Stockhausen
