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Aus dem Grenzbereich der Musik

 
Kritik aus: KSTA Rhein-Sieg Ausgabe, 6. Apr. 2004


KSTA Rhein-Sieg Ausgabe

Aus dem Grenzbereich der Musik 

von Iris Zumbusch

Troisdorf – Bereits einige Zeit vor dem Konzertbeginn warteten die Zuhörer in der evangelischen Kirche schweigend auf die Musiker Markus Stockhausen und Tara Boumann und hatten damit, wohl unbewusst, etwas vorweggenommen, was in besonderem Maße der musikalischen Intention des Duos „Moving Sounds“ entsprach: Das musikalische Klangspiel mit der Stille. „Moving Sounds“ bewegte Klänge – bereits der Name, den die hoch begabte holländische Klarinettistin und Bassetthornbläserin Tara Boumann und der „musikalische Grenzgänger“, Trompeter Markus Stockhausen, sich geben, bezeichnet die Inhalte. Das ist Musik, die vom ersten Hörmoment an berührt, ohne zu überraschen, Musik für die Seele eben.

Ein schier endlos anhaltender Klarinettenton, aus dem Altarraum kommend, erfasste die Stille in der Kirche und eröffnete die tonale Reise in ein Grenzland der Musik. Tara Boumann bewegte sich langsam, den Ton der Klarinette haltend, auf die Zuhörer zu, Markus Stockhausen ergriff die Klangfarben, fügte die Nuancen der Trompete hinzu und bewegte sich ebenfalls langsam um die Stuhlreihen im Kirchenraum herum. In musikalischer Begegnung nunmehr hinter dem Rücken der Zuhörer für kurze Zeit vereint, schritten die Musiker, gleichsam als Tonträger, weiter und schlossen den Klangkreis wieder im Altarraum der Kirche.

Stimmungsbilder

„Wir haben Freude daran, die Töne in der Stille verhallen zu lassen“, begrüßte Markus Stockhausen nach dieser ersten musikalischen Begegnung die Zuhörer. Die Wirkung der Stille gelte es auszukosten, so Stockhausen weiter, um dann in spielerischem Umgang mit Komposition und Improvisation Klangfülle wachsen zu lassen.

Die klangreichen, meditativ wirkenden Stücke betitelt mit „Gläserne Gebilde“, „Tolimba“ oder „Papillions“ erfassten und verließen den Raum gleichzeitig, banden die frühabendlichen Vogelstimmen draußen vor der Kirche mit ein und verschmolzen irgendwo im Horizont.

Die Virtuosität als Solistin auf dem Bassetthorn bewies Tara Boumann mit der Intonation des Stückes „Tara“. In sechs Stimmungsbildern zeichnete sie in sprühender Vehemenz und hauchzarter Präsenz ein zeitgenössisches musikalisches Kunstwerk. Am Schluss dieses Klangkonzerts, dem mehr Zuhörer zu wünschen gewesen wären, gab es stürmischen Beifall.

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Stiftskirche Enger – Das Konzertfoto zeigt Tara Bouman (Klarinette)...

Aus dem Projekt Duo Moving Sounds:
Projektinfo

 


 

Biografie:
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Pressefotos:
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Tourplan:
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